Unterwegs auf dem Westerwaldsteig von Marienthal nach Limbach

Insgesamt 10 Wanderfreunde begaben sich mit dem Bürgerverein Steeg am Samstag, dem 25. Mai 2013 auf den Westerwaldsteig. Sie erkundeten die gut 20 km lange Etappe von Marienthal nach Limbach. Traumhafte Ausblicke über die Nister, ein Naturpfad am "Ende der Welt" und "Das Deutsche" Eck von großer und kleiner Nister erwarteten die Wanderer.

Zunächst ging es von Marienthal aus in Richtung Racksen. Der Weg führte uns an Damwild vorbei, etwas später erreichten wir bereits den Sonnenweg mit seinen Sonnenuhren. Nachdem wir die B256 überquert hatten kamen wir dem "Weltende" schon näher. Vorher machten wir aber noch eine kurze Pause auf einer Bank, um uns für den "Weltendepfad" zu stärken. Dann gings los. Auf dem Pfad der Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erfordert, sind sogar an einigen Stellen Halteseile (siehe Foto) angebracht. Ungeübte haben aber die Möglichkeit, den Teil des Westerwaldsteiges der einen leicht "Alpinen Charakter" aufweist zu umgehen. Wir aber nahmen natürlich den Pfad!

Nachdem das "Weltende" dann doch alle gut überstanden haben, stand nach einer Überquerung der Nister an einer schönen Holz - Sitzgruppe nochmal eine kleine Pause auf dem Programm. Gut gestärkt mit einem selbstgebrannten Likör setzten wir die Strecke schließlich fort und erreichten nach kurzer Zeit die 265 m hoch gelegene "Spitze Ley".

Von der "Spitzen Ley" durften wir die schöne Aussicht auf das Örtchen Stein-Wingert und die Nister genießen. Auf halber Strecke erreichten wir den Gasthof "Zum Nisterstrand" wo wir einen Stop einlegten, um uns mit einem Bier, einem Radler, oder auch dem Pott Kaffee zu stärken. Nach einigen Kilometern lag dann plötzlich das Deutsche Eck vor uns, wo die Kleine und Große Nister zusammenfließen. Natürlich legten wir auch hier eine kleine Verschnaufpause ein.

Der Weg führte uns weiter entlang der Nister in Richtung Astert. Dort passierten wir den Zeltplatz und wanderten weiter über den Westerwaldsteig, bis uns ein steiler Pfad links den Berg hinauf zum alten Schieferbergwerk "Assberg" führte. Von der weiten, ca. 6 bis 7 Stunden langen Tour hungrig geworden, verließen wir oberhalb des Bergwerks jedoch die letzten 2 km den Westerwaldsteig und wanderten über die Kreisstraße auf direktem Weg zum Landgasthaus "Limbacher Mühle", wo der Tag nach einer langen, aber sehr schönen Wanderung seinen Ausklang fand. (Bericht: hob)

 

Bildergalerie: Der Bürgerverein Steeg auf dem Westerwaldsteig

Der BV Steeg in Hachenburg: Foto: Hermann-Josef Schuh

Doch die zehn Wanderer des Bürgervereins Steeg waren an diesem Tag nicht alleine unterwegs. Während Sie unseren gecharterten Bus gegen 9:45 Uhr in Marienthal verlassen hatten, um sich auf den Westerwaldsteig zu begeben, so fuhren 18 weitere Mitglieder und Freunde des Bürgerverein Steeg nach Hachenburg. Dort stand um 10:30 Uhr eine 1,5 Stunden lange Stadtführung mit Frau Schnell auf dem Programm und das Landschaftsmuseum Westerwald wurde um 14:00 Uhr - beginnend mit einer kleinen Einführungsrunde - dann auf eigene Faust besichtigt. Am späten Nachmittag traf die "Kultur-Gruppe" des Bürgerverein Steeg aus Hachenburg kommend dann mit dem Bus in Limbach ein, um den Tag gemeinsam mit der Wandergruppe bei einer Abendmahlzeit im Landgasthaus "Limbacher Mühle" ausklingen zu lassen. (Fotos von der Hachenburg Gruppe hat uns Hermann-Josef Schuh zur Verfügung gestellt. / Bericht: hob)

Von der Westerwaldsteig - Etappe "Marienthal - Limbach" haben wir ein schönes Video vom Südwestrundfunk (SWR) gefunden, auf das wir an dieser Stelle gerne hinweisen möchten. Die Wanderung des SWR führt dabei sogar noch etwas weiter, bis nach Marienstatt zum dortigen Kloster. Der Film vermittelt schöne Eindrücke von der Tour, wenn auchgleich die einzelnen Sequenzen nicht unbedingt dem Wegverlauf entsprechend, sondern offensichtlich quer zusammengeschnitten worden sind. So kommt man im Film zunächst an das Deutsche Eck und erst später zur Gaststätte "Zum Nisterstrand". In Wirklichkeit erreicht man aber erst die Gaststätte und ein paar Kilometer später trifft man an den Zusammenfluss von großer und kleiner Nister, dem Deutschen Eck vom Westerwald. Dennoch ist der Film absolut sehenswert.