Bücher über die Region Steeg, Friesenhagen und das Wildenburger Land

Buchautor Hermann-Josef Schuh mit dem Vorsitzenden des Bürgerverein Steeg, Franz-Josef Hermann vor der ehemaligen Steeger Schule / Foto: Holger Backhaus

Hermann-Josef Schuh (links im Bild) ist der Autor von zwei Büchern über das Wildenburger Land. Bereits im Jahr 2006 erschien zur 875-Jahr-Feier von Friesenhagen der erste Band "Kein schöner Land...Wildenburger Land", den hier der Vorsitzende des Bürgervereins Steeg, Franz-Josef Hermann (rechts) in der Hand hält. Im September 2012 erschien das zweite Historienwerk von Hermann-Josef Schuh, der sich den 1930er und 1940er Jahren in der Gemeinde Friesenhagen widmet und das Leben der Großeltern in der damaligen Zeit beleuchtet. Vor der ehemaligen Steeger Schule hielt er vorab bereits die ersten gedruckten Buchseiten in der Hand (Foto: Holger Backhaus)

Ein Bericht aus der Rhein-Zeitung, Ausgabe Kreis Altenkirchen vom 12.09.2012

 

Vom Leben der Großeltern

Neuerscheinung Hermann-Josef Schuh schreibt ein neues Historienwerk über Friesenhagen

Von unserem Mitarbeiter

Holger Backhaus

 

Friesenhagen/Steeg. Sechs Jahre ist es her, dass zur 875-Jahr-Feier von Friesenhagen ein heimatgeschichtliches Buch mit dem Titel „Kein schöner Land – Wildenburger Land“ erschien. Schon damals hatte die Ortsgemeinde Friesenhagen als Herausgeber den gebürtigen Steeger Hermann-Josef Schuh als Autor beauftragt. Und das hatte seinen guten Grund. Denn Schuh, der heute mit seiner Familie im benachbarten oberbergischen Morsbach wohnt, interessierte sich seit seiner frühsten Kindheit für die Heimatgeschichte der Region, wurde bereits mit einigen Veröffentlichungen zum Thema bekannt und verfügt wohl über eine der umfangreichsten Sammlungen alter Fotos in unserem Gebiet. Kein Wunder, dass die Erstauflage des Buches 2006 bereits nach kurzer Zeit vergriffen war.

Der große Erfolg und die Verkaufszahlen des ersten Buchs spornten den 62-Jährigen nun an, seinen zweiten Band der Buchreihe über das Wildenburger Land herauszubringen. Mit dem Titel: „Friesenhagen – Die 1930er- und 1940er-Jahre in unserer Gemeinde“ widmet sich Hermann-Josef Schuh nun dem Leben der Eltern und Großeltern unserer Region in der damaligen Zeit: „Überwiegend arme Bauern bewirtschafteten wie schon ihre Vorfahren die Pachthöfe des Fürsten von Hatzfeldt-Wildenburg mit Ackerbau und Viehzucht“, erzählt Schuh im RZ-Gespräch. „Da der weitaus größte Teil des Landes aus Wald bestand, waren viele im Nebenerwerb Waldarbeiter oder Lohnfuhrleute. Andere nahmen weite Wege bis zu den Bergwerken an der Sieg auf sich.“ Sie seien in Fischbacherhütte, Katzwinkel oder sogar bis nach Herdorf „ob de Groof“ gegangen, um ihre Familien und sich selbst zu ernähren.

Aber auch die Schulkinder der damaligen Zeit hatten es nicht einfach, weiß der Buchautor zu berichten: „Widrige Wegeverhältnisse und lange Strecken mussten die Schüler bei Wind und Wetter zu den Schulen in Friesenhagen, Steeg, Weierseifen oder Neuhöhe auf sich nehmen.“ Die Schulgebäude selbst hätten sich damals in unterschiedlichen Zuständen befunden. Während in Friesenhagen und Weierseifen neuere Unterrichtshäuser standen, so gab es die gravierendsten Mängel in Steeg.

Ein Klassenraum reichte dort schon lange nicht mehr für die große Schülerzahl aus. Der Unterricht musste vormittags und nachmittags stattfinden, und es mangelte an Lehrerwohnungen. Hermann-Josef Schuh: „Nur eine kleine, feuchte und zugige Dienstwohnung war vorhanden, die man kaum als Wohnung bezeichnen konnte. Die unhaltbaren Zustände sorgten für einen ständigen Lehrerwechsel, was dem Unterricht bestimmt nicht dienlich war.“ Erst die Planung und der Bau einer neuen Steeger Schule sollten zu einem späteren Zeitpunkt hier Abhilfe schaffen.

Nicht nur das Arbeitsleben der Erwachsenen und das Schulleben der Kinder werden in dem neuen geschichtsträchtigen Buch beleuchtet. Selbstverständlich spielen auch Religion und Kirche in den  30er- und 40er-Jahren eine bedeutende Rolle – und Schuh gibt Auskunft darüber, warum die Häuser im Dorf damals alle einen bestimmten Namen trugen. 

Wer nun mehr über das Leben der Einwohner vor 70 und 80 Jahren im Wildenburger Land erfahren möchte, der sollte sich den 23. September notieren. Denn pünktlich zum großen Erntedankfest in Friesenhagen erscheint das heimatgeschichtliche Buch von Hermann-Josef Schuh. Rund 1150 Bilder und Dokumente auf 326 Seiten darf der Leser erwarten. Ermöglicht wurde das Nachschlagewerk jedoch erst durch zahlreiche Unterstützer und Spenden. So spricht Schuh, der diesmal nicht nur Autor, sondern auch Herausgeber ist, dem Bürgerverein Steeg und dessen Vorsitzendem Franz-Josef Hermann seinen besonderen Dank aus. Der Steeger Bürgerverein hatte als „Heimatverein des Wildenburger Landes“ nicht nur die Finanzierung maßgebend unterstützt, sondern sich auch bereit erklärt, einen Verkaufsstand beim Erntedankfest in Friesenhagen einzurichten. Dort werden sowohl das neue Buch über die 30er- und 40er-Jahre sowie die im Jahr 2007 erschienene zweite Auflage von „Kein schöner Land – Wildenburger Land“ zum Preis von 35 Euro erhältlich sein.



Das 1. und das 2. Buch sind weiterhin beim Buchautor unter folgender Adresse erhältlich:

 



Hermann-Josef Schuh

Meisenweg 5

51597 Morsbach

Tel.: 02294 / 1704

Mail: hjschuh@t-online.de

 

 

Die 2 Flyer des ersten Buches können unten aufgerufen werden. Weitere Informationen zum zweiten Buch gibt es unter Bücher über Region 2