Die Weihnachtskrippe im Jahr 2016 in Friesenhagen-Steeg:

Ein Bericht aus der Rhein -Zeitung, Kreis Altenkirchen vom 04.01.2017:

Bürgerverein Steeg gestaltet Krippe in Kirche

Engagement Ein Hubwagen transportiert Eichenstamm und die schweren Wurzeln – Besichtigung bis Mitte Januar möglich

Von unserem Mitarbeiter Holger Backhaus

Steeg. Wer auch immer bei den Helfern des Krippenbaus dabei war oder ist, eines ist gewiss: Es braucht schon einige fleißige Hände, um alljährlich die Szene aus der Weihnachtsgeschichte mit Maria und Josef, dem geborenen Jesuskind, aber auch Ochs und Esel sowie den Hirten mit ihren Schafen bis ins kleinste Detail so liebevoll darzustellen. Seit mehr als 20 Jahren wird nun schon die Krippe in der Maria-Königin-Kirche in Steeg von den freiwilligen Helfern des Bürgervereins Steeg gestaltet.

Paul-Heinz Hähner aus Bockenbaum erinnert sich: „Mit meiner Frau Petra habe ich 1994 die Küstertätigkeit in der Marienkapelle übernommen. Damals wurde der Krippenbau dann auch mehr und mehr vom noch recht jungen, im Jahr 1988 gegründeten Bürgerverein Steeg unterstützt. So konnten in den Folgejahren zweimal einige Krippenfiguren aus einem Fachgeschäft aus Betzdorf dazugekauft werden.“ In den Vorjahren sei die Krippe zumeist von der langjährigen Küsterin Paula Kappenstein und Leni Schuh gestaltet worden, sagen die heutigen Krippenbauer des Bürgervereins Steeg, Franz-Josef und Peter Hermann sowie Hans Koch, Gerd Gießler, Paul-Heinz Hähner und Gereon Reuber. Fleißige Helfer seien oftmals auch Hermann-Josef Schuh und Martin Hermann gewesen, meint Josef Fuß, der ehemalige Vorsitzende des Bürgervereins Steeg.

Nicht nur die Krippengestaltung hat sich kontinuierlich weiterentwickelt, auch ein neuer Platz wurde gefunden: „Vor einigen Jahren hatten wir noch unsere Krippe mit blauem Himmel und Sternen zwischen den beiden Eingangstüren“, erzählt Hans Koch. „Dann haben wir uns im Wald ein paar große Wurzeln und den Stamm einer Eiche gesucht, mit dem Trecker herangekarrt und erst einmal mit dem Hochdruckreiniger abgespritzt.“ Als der Platz im Eingangsbereich der Kirche damit zwangsläufig zu klein wurde, fand man als neuen Krippenplatz einen Bereich zwischen Kirchenfenster und Altar. Doch bis der grobe Krippenbau erst einmal steht, ist es immer noch eine schweißtreibende Arbeit, sagt Franz-Josef Hermann, der derzeitige Vorsitzende des Bürgervereins und Chef eines gegenüberliegenden Metallbaubetriebes: „Die Stämme und Wurzeln sind so schwer, dass wir mit einem Hubwagen arbeiten müssen.“

Dann erst kann Gerd Gießler aus Steegerhütte endlich ran. Er sei „der Mann für die Feinarbeiten“, sind sich alle Krippenbauer einig. Denn er ist derjenige, der genau darauf achtet, dass Figuren, Moos und Ställe auch an der richtigen Stelle ihren Platz finden und ein Händchen für die richtige Dekoration hat. Trotzdem fehlt es dabei nicht an Kreativität und Gestaltungsspielraum – und keine Krippe ist wie die andere. So finden Maria und Josef mit dem Jesuskind diesmal in einer Höhle (unter einer Wurzel) Schutz – da man ihnen nirgendwo eine Unterkunft anbieten wollte und der Stall schon von Hirten und Tieren belegt war.

Wer die liebevoll gestaltete Krippe in der Maria-Königin-Kirche in Steeg noch besichtigen möchte, der hat auf jeden Fall noch bis mindestens Mitte Januar Zeit dazu. Denn so lang bleibt sie sicherlich noch in der Kirche stehen, bevor der mühsame Abbau erfolgt und es dann im Dezember 2017 wieder losgeht …