Die Seniorenfeier 60+ fand 2008 im Bürgerhaus Steeg statt

Katharina Hombach in der Bütt. PGR-Vorsitzende Hannelore Klein assistiert.

"Fresenhahn Helau" und "Stäh - ümmer dohbi" / Ein Pressebericht aus der Rhein-Zeitung:

 

STEEG. "Wenn es nach mir gehen würde, dann fände die karnevalistische 60Plus-Feier jedes Jahr im Bürgerhaus Steeg statt" so Hannelore Klein, die Vorsitzende des Pfarrgemeinderates Friesenhagen am Sonntag. Denn weit mehr Senioren als in den vergangenen Jahren in der Friesenhagener Mehrzweckhalle hatten sich einen Platz für die Sitzung in Steeg gesichert. 

So konnte Ortsbürgermeister Werner Würden um die hundert Gäste mit einem kräftigen "Fresenhahn Helau" und "Stäh - ümmer dohbi" begrüßen. "Die Steeger haben uns freiwillig und mit viel Freude aufgenommen" scherzte er. Ein besonderer Willkommensgruß galt Pfarrer Georg Stricker sowie den Bewohnern des Alten- und Pflegeheims "St. Klara" Friesenhagen.

Hannelore Klein führte durch das gut dreistündige Narrenprogramm. Neben Musiker Harald Kreutzer aus dem oberbergischen Wiehl, wurden die Friesenhagener Tanzgruppe "Wirbelwind" sowie die beiden Schwägerinnen Gaby und Petra Hähner aus Bockenbaum begrüßt. Letztere waren in einem schönen Clownskostüm zur Sitzung erschienen.

Gleich zweimal trat die 82-jährige Katharina Hombach aus dem Friesenhagener Ortsteil Engelshäuschen auf. "Die Unschuld vom Lande" und "Alle meckern nur" waren ihre Themen. Bei der letzten Büttenrede nahm sie örtliche Prominente, wie Pfarrer Stricker, in Schutz und spielte auf den Personenkreis an, der sich selber so gut wie gar nicht ins Gemeindeleben einbringen, aber über alles meckern kann: "Kehner maacht et ehnem recht - aber selber maachen datt is schlecht. Schwätzt däh Basdur zoh lang, gilt er als "Kirchenleerer" mit zwei ee - redet er zu kurz, dann hätt er sich nitt uff den Gottesdienst vorbereitet." Dafür erhielt die Närrin aus Engelshäuschen den RZ-Orden "Närrische Zeiten 2008". Aktuelle Karnevalshits sorgten für Stimmung. Pfarrer Stricker (verkleidet als "modernes Rotkäppchen") und Hannelore Klein ("Bügel"-Vortrag) rundeten das Programm ab.

Sogar der Pfarrgemeinderat hatte sich ganz spontan dazu hinreißen lassen, einen nicht geplanten Liedvortrag zu leisten, was für einige Lachsalven im Saal sorgte. Nicht unerwähnt lassen sollte man auch die Vorträge von Hannelore Hombach und den Sketch von Gertrud Hammer sowie Magdalene und Josef Fuß die sich mit Zahnschmerzen zu einem Arztbesuch begeben hatten.  (Holger Backhaus)